Das spanische Gießereiunternehmen Fundiciones San Vicente hat im Anschluss an das kürzlich abgeschlossene Insolvenzverfahren von Procast Guss Spain wesentliche Produktionsanlagen erworben. Dieser Schritt markiert eine bedeutende strategische Expansion für den traditionsreichen Gussteilehersteller und stärkt dessen Position auf dem europäischen Eisengussmarkt.
Das 1952 gegründete Unternehmen Fundiciones San Vicente betreibt seinen Geschäftsbetrieb auf einem 20.000 m² großen Industriegelände in der Nähe von Bilbao – einem der wichtigsten Gießereizentren Spaniens. Der Standort bietet direkten Zugang zu regionalen Zulieferern sowie effiziente logistische Anbindungen über die nahegelegene Autobahninfrastruktur und den Flughafen Bilbao.
Das Unternehmen verfügt derzeit über eine jährliche Produktionskapazität von rund 20.000 Tonnen und ist auf Gussteile aus Grau- und Sphäroguss mit einem Gewichtsspektrum von 1 kg bis 1.000 kg spezialisiert. Das Fertigungsportfolio umfasst Klein-, Mittel- und Großserien, die sowohl mittels Formkasten- als auch mithilfe automatisierter Formverfahren hergestellt werden.
Übernahme stärkt regionales Gießereinetzwerk
Fundiciones San Vicente und Procast Guss Spain verbindet eine langjährige industrielle Beziehung. Procast Guss Spain, das zuvor unter dem Namen Procast Guss und davor als Fundiciones Garbi firmierte, wurde ursprünglich von ehemaligen Mitarbeitern von Fundiciones San Vicente gegründet. Im Laufe der Jahre entwickelte sich der Standort zu einem der technologisch fortschrittlichsten Eisengussbetriebe Westeuropas.
Nach der Insolvenzanmeldung von Procast ergriff Fundiciones San Vicente Maßnahmen, um die Ausrüstung und die Produktionsinfrastruktur des Standorts zu sichern und so die Kontinuität der industriellen Leistungsfähigkeit in der Region zu gewährleisten.
Kapazitätserweiterung und Standortverlagerung geplant
Durch die Integration der neu erworbenen Vermögenswerte erwartet Fundiciones San Vicente eine signifikante Steigerung der operativen Leistung. Das Unternehmen prognostiziert Produktionsvolumina von bis zu 4.000 Tonnen pro Einzelschicht, sobald der Integrationsprozess abgeschlossen ist.
Im Rahmen seiner Wachstumsstrategie plant das Unternehmen zudem, seine Betriebsabläufe in den kommenden Monaten an den modernisierten Standort zu verlagern; dies ermöglicht die Modernisierung der Arbeitsabläufe, eine Steigerung der Effizienz sowie künftiges Kapazitätswachstum.