Im integrierten Druckgusswerk von Dongfeng Motor in Wuhan steht der Übergang zur Serienproduktion bevor. In der rund 47.000 m² großen Anlage sind eine 10.000-Tonnen- und eine 16.000-Tonnen-Druckgussmaschine installiert. Die Anlagen sind für die Herstellung großformatiger Strukturbauteile im Druckgussverfahren ausgelegt.
Nach Angaben von General Manager Wu Xiaofei ersetzt das integrierte Druckgießen konventionelle Karosseriestrukturen, die bislang aus zahlreichen Einzelteilen und Schweißverbindungen bestanden, durch drei großformatige Gussteile. Ziel ist es, die Anzahl der Bauteile und Schweißpunkte zu reduzieren, Fertigungsprozesse zu vereinfachen und gleichzeitig Gewicht und Struktursteifigkeit der Fahrzeuge zu optimieren. Die Torsionssteifigkeit soll dabei um bis zu 20 % steigen.
Der Prozess basiert auf dem Einspritzen von geschmolzenem Aluminium mit einem Druck von rund 40 MPa in das Werkzeug. Die Abkühlzeit pro Zyklus beträgt etwa 135 Sekunden. Laut Unternehmensangaben liegt die Produktqualifizierungsrate bei rund 95 %, die Materialausnutzung bei etwa 96 %. Das eingesetzte Aluminium ist vollständig recycelbar.
Das Projekt wurde im November 2024 gestartet und im August 2025 abgenommen. In der ersten Ausbaustufe, mit einem Investitionsvolumen von rund 500 Millionen Yuan, ist eine Jahreskapazität von etwa 200.000 Leichtbauteilen vorgesehen. Eine zweite Ausbaustufe mit vier zusätzlichen Linien ist geplant und soll die Kapazität auf bis zu 600.000 Bauteile pro Jahr erhöhen. Geplant ist die Fertigung weiterer großformatiger Strukturkomponenten, darunter Heckbodenmodule und Batteriegehäuse für Fahrzeuge mit alternativen Antriebskonzepten.
Mit dem Ausbau der integrierten Druckgusskapazitäten verfolgt Dongfeng das Ziel, moderne Fertigungstechnologien stärker in die eigene Fahrzeugproduktion zu integrieren und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit weiterzuentwickeln.