08.12.2014

© Verlag Stahleisen GmbH

Zukunft der Mobilität

Am 5. und 6. November 2014 fanden in Geinberg zum achten Mal die Ranshofener Leichtmetalltage statt. International anerkannte Fachleute referierten unter der Schirmherrschaft des LKR Leichtmetallkompetenzzentrums Ranshofen, einer Tochter des AIT Austrian Institute of Technology, über innovative und größtenteils unveröffentlichte Forschungsergebnisse. Auf der Expertenkonferenz im Seminarzentrum des Thermenhotels in Geinberg wurden die neuesten Trends und wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Leichtmetallforschung und dem Leichtbau präsentiert. 22 Referenten aus Unternehmen wie AMAG, Airbus, HAI, Miba, Linde Gas, KTM Sportcar, Magna Powertrain, Recaro oder VW sowie Wissenschaftler namhafter Universitäten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz gingen in Fachvorträgen der Frage nach, wie energiesparende Mobilität in Zukunft gelingen kann.


Längst reicht es nicht mehr, Fahrzeuge aus leichten Materialien herzustellen und auf diese Weise den Energieverbrauch im Alltag zu senken. Eine ganzheitliche Energiebilanz fordert die Entwicklung nachhaltiger, effizienter Herstellprozesse für Materialien, um den Energieverbrauch bereits in der Produktion drastisch reduzieren zu können. Aluminium ist außerdem eines der wertvollsten Recycling-Materialien und bietet einen attraktiven Anreiz zur wirtschaftlichen Wiederverwertung.

Seit einigen Jahren geht der Trend in der Werkstoffforschung hin zur Entwicklung neuer hochleistungsfähiger Materialien für immer vielfältigere Anwendungszwecke – sei es für den Bau neuer Motorengenerationen oder zur Verbesserung der Crasheigenschaften in Karosserieteilen. Die technischen Grenzen für die Anwendungen der Leichtmetalle im Fahrzeugbau werden immer weiter ausgedehnt und neue Forschungsansätze gefordert. Für Mobilitätsentwicklungen, die uns auch zukünftig eine individuelle Fortbewegung ermöglichen sollen, sind hochleistungsfähige Materialien die Basis. Eine Weiterentwicklung im Fahrzeugbereich kann nur gelingen, wenn geeignete  Werkstoffe zur Verfügung stehen, die sowohl sicher, umweltfxxreundlich aber auch leistbar sein müssen.

„Um diese schwierige Aufgabe bewältigen zu können, bedarf es intensiver Entwicklungen im Bereich der Werkstoffwissenschaften, insbesondere der angewandten Forschung“, so LKR-Geschäftsführer Andreas Kraly. „Die Vernetzung und ein Miteinander von Industrie, Universitäten und der außeruniversitären Forschung ist unerlässlich.“ Genau dieser Vernetzungsgedanke stand auch bei der Tagung im Mittelpunkt. Rund um das Vortragsprogramm mit Referenten aus der Automobil- und der Zulieferindustrie sowie der Wissenschaft wurden Netzwerke geknüpft und gefestigt.

Highlight der Tagung war die Podiumsdiskussion mit Vertretern hochrangiger Industriebetriebe aus der Automobilbranche. Im Zentrum der Diskussion stand die Frage nach dem idealen Werkstoff. Welches Material wird künftig im Leichtbau die Nase vorne haben?  Leichtmetalle, Stahl, CFK? Die Experten diskutierten über den idealen Materialmix, um Autos, Flugzeuge und Co. abspecken zu lassen.

Zum Nachlesen der präsentierten Forschungsergebnisse wurde ein Tagungsband mit den publizierten Beiträgen der Wissenschaftler herausgegeben.

www.lkr.at


 


 


 


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