26/05/2015

© Verlag Stahleisen GmbH

Simulationssoftware für Gießereien und Formenbauer

Die ibb Ingenieurbüro GmbH & Co. KG aus Lippstadt hat den Vertrieb der Software Click2Cast (C2C) übernommen. Die neue Version 3.0 bietet zahlreiche Module zur Berechnung des Gieß- und Temperaturverhaltens von Bauteilen für die Verfahren Druckgießen, Kokillengießen und Sandgießen. Die Entwickler der Software haben dabei großen Wert auf einfachste Bedienung und schnelle Einarbeitung gelegt. Schneller und günstiger werden, das sind die zukünftigen Herausforderungen an die deutschen Gießereien und Formenbauer, wenn es darum geht, Produkte im Kundenauftrag zur Marktreife zu bringen.


Dabei spielt die Simulationstechnik seit Jahren eine große Rolle. Klassische Anwendungen sind beispielsweise Crash-Simulationen oder die Berechnung von mechanischen Bauteileigenschaften. Im Bereich der Gießsimulation blieb die Nutzung von Berechnungssoftware bisher vorwiegend den größeren Betrieben vorbehalten. Mit der Markteinführung der Version Click2Cast 3.0 soll nun auch kleineren Anwendern der Weg zur Nutzung der Simulationstechnik ermöglicht werden. Die Software C2C ist für das Druckgießen, Kokillengießen (Schwerkraft, Niederdruck und Kippguss) sowie Sandgießen geeignet. Zunächst werden die 3-D-Modelle als STL-File eingelesen. Zur Netzgenerierung wird lediglich die Elementgröße festgelegt. Danach kann die Berechnung des Netzes beginnen. C2C verwendet zur Netz-Berechnung die Methode der finiten Elemente. Voraussetzung für die einwandfreie Berechnung des Netzes sind fehlerfreie STL-Daten. Es steht eine Materialdatenbank für den Gieß- und Formwerkstoff zur Verfügung, die laufend erweitert und aktualisiert wird. Die Geometrie des Angußsystems kann über einen einfachen Editor direkt am Teil modelliert werden. Ebenso ist es möglich, das bereits über ein CAD-Modell definierte Angußsystem automatisch zu verwenden. Weiterhin lassen sich diverse Prozessparameter für die unterschiedlichen Gießverfahren eingeben. Nun erfolgt die Berechnung, die je nach gewählter Elementgröße unterschiedliche Rechenzeiten beansprucht. Die aktuelle Hardware für Parallel-Processing wird dabei voll unterstützt. Während der Berechnung kann der Anwender die Ergebnisse bereits sichten. Die Ergebnisse lassen sich in zwei Bereiche unterteilen, nämlich die Formfüllung und die Erstarrung. Alle bewegten Vorgänge lassen sich in die üblichen Video-Formate wie MPEG oder Flash ableiten. Zuletzt können die Ergebnisse im Report-Modul zusammengefasst werden. Durch die sehr einfache Bedienung in wenigen Schritten, die selbsterklärende Oberfläche und den vorgegebenen Workflow ist der Anwender innerhalb weniger Stunden mit dem System vertraut. Aufwendige Schulungen sind somit nicht erforderlich.

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