27.10.2014

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Neue Standorte integriert Produktangebot ausgeweitet

Die Trimet Aluminium SE hat das Geschäftsjahr 2013/2014 mit einem Konzernumsatz von 1,3 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,2 Mrd. Euro) abgeschlossen. Durch eine Steigerung der Produktionsmengen von Primäraluminium und die Ergänzung des Produktangebots konnte sich der Werkstoffspezialist trotz niedriger Weltmarktpreise für Aluminium behaupten. Erfreulicherweise war die Nachfrage durchweg auf Rekordniveau, getragen von einem zunehmenden Aluminiumboom im Automobilsektor. Mit einer Eigenkapitalquote von 43 % verfügt das nicht börsennotierte Unternehmen über eine solide Handlungsbasis.


Durch die Übernahme zweier Produktionsstandorte in Frankreich und der Aluminiumhütte in Voerde konnte Trimet im abgelaufenen Geschäftsjahr die anhaltend hohe Nachfrage nach Aluminiumlegierungen und -halbzeugen mit zusätzlichen Mengen bedienen. Die Kapazitäten der Aluminiumhütten, Gießereien und Umschmelzwerke des Unternehmens waren vollständig ausgelastet und produzierten insgesamt rund 700 000 t Aluminium. Mit 2700 Mitarbeitern erzielte das Familienunternehmen ein Jahresergebnis von 32,3 Mio. Euro (inkl. 21,5 Mio. Euro Erstkonsolidierungseffekt Trimet France). Im laufenden Geschäftsjahr rechnet der Werkstoffspezialist mit einer weiter wachsenden Nachfrage. „Unsere Auftragsbücher sind auch für das kommende Jahr schon nahezu vollständig gefüllt. Aufgrund der großen Nachfrage gibt es bereits ein Aluminiumdefizit in der westlichen Welt. Deshalb werden wir die Produktionskapazitäten unserer bestehenden Standorte weiter ausbauen“, sagte Dr. Martin Iffert, Vorsitzender des Vorstands der Trimet Aluminium SE.


Die Ende Mai 2014 übernommene Aluminiumhütte in Voerde verfügt über eine Produktionskapazität von 95 000 t im Jahr und ist in Europa führend in der Produktion von hochreinem Aluminium. Diese Qualitäten werden unter anderem für anspruchsvolle Hüttengusslegierungen benötigt. Dafür investiert das Familienunternehmen in die Erweiterung seiner Gießerei am Standort Essen. Eine neue Stranggießanlage mit einer Kapazität von 60 000 t pro Jahr wird dort im kommenden Jahr in Betrieb gehen. Mit den Produktionswerken in Saint-Jean-de-Maurienne und Castelsarrasin hat Trimet sein Portfolio um Aluminiumdraht erweitert. Die Produktionskapazität der Aluminiumhütte in Saint-Jean-de-Maurienne wird Trimet bis Jahresende von 90 000 t auf 145 000 t Primäraluminium pro Jahr ausbauen. Die Standorte in Frankreich hatte Trimet im Dezember 2013 in einem Joint-Venture mit dem französischen Energieversorger EDF übernommen und wird in den kommenden drei Jahren rund 100 Mio. Euro in deren Ausbau und Modernisierung investieren. Der anhaltende Trend zu Leichtbauteilen im Fahrzeugbau bleibt für Aluminium der stärkste Wachstumstreiber und steigert unter anderem auch die Nachfrage nach hochwertigem Aluminiumdraht. „Mit dem Zuwachs von Bauteilen aus Aluminium steigt der Bedarf an Verbindungselementen aus demselben Material. Mit spezialisierten Legierungen bieten wir nun auch in diesem Produktsegment maßgeschneiderte Lösungen“, sagte Iffert.

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