04.11.2014

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Kokillen made in Ratingen

Von einem 17-Mann-Betrieb zu einem weltweit führenden Hersteller für Kokillen und -zubehör: So lässt sich die Erfolgsgeschichte der Lintorfer Eisengießerei GmbH zusammenfassen. Die Tochter der DIHAG Holding GmbH, Essen, beliefert heute rund 70 Kunden in Deutschland, West- und Osteuropa sowie in den USA. 2014 feiert sie ihr 105-jähriges Bestehen. Angefangen hat alles im Jahr 1909, als Karl Knapp in Ratingen-Lintorf die „Karl Knapp Eisengießerei“ gründete. Damals unterhielt Knapp gute Verbindungen zur Deutschen Maschinenfabrik in Duisburg und legte den Schwerpunkt seiner Gießerei auf die Produktion von Gussteilen für den Maschinenbau.


Mitte der 1950er-Jahre erhielt die Lintorfer Eisengießerei ihren heutigen Namen und begann nur wenige Jahre später mit der Herstellung von Kokillen und -zubehörteilen für Stahlwerke. Seit den 1970er-Jahren hat das Unternehmen den Einsatz von Kokillen aus Gusseisen mit Kugelgrafit nachhaltig vorangetrieben. „Unsere jahrzehntelange Kokillenerfahrung und -kompetenz genießt mittlerweile international einen hervorragenden Ruf“, berichtet Dipl.-Ing. Gunnar Jentsch, Geschäftsführer der Lintorfer Eisengießerei GmbH.

Heute ist die Gießerei auf Kokillen in den unterschiedlichsten Ausführungen im Stückgewichtsbereich bis 15 t spezialisiert: von Walzblock- über Schmiedeblock- und Brammenkokillen bis hin zu Rundkokillen in den verschiedensten Geometrien und aus den unterschiedlichsten Werkstoffen. Zum Einsatz kommen entsprechend den Bedürfnissen der Anwender unter anderem Gusseisen mit Kugel- und mit Lamellengrafit sowie auch Spezialgusseisen. Gemeinsam mit ihren Schwesterfirmen Spezialguss Wetzlar GmbH und Walzengießerei Coswig GmbH ist die Lintorfer Eisengießerei in der Lage, auch Kokillen im Stückgewichtsbereich bis zu 70 t anzubieten. „Dadurch profitieren unsere Kunden von einem besonders breit gefächerten Leistungsspektrum“, erläuterte Jentsch.

Dank kontinuierlicher Investitionen hat das Unternehmen seine Kapazität mit einem leistungsstarken und hoch motivierten Team aus 80 Mitarbeitern im Dreischichtbetrieb inzwischen auf 24 000 t pro Jahr gesteigert. Hierzu wurde konstant in moderne Anlagen und Technologien für die Lintorfer Eisengießerei GmbH investiert, unter anderem zwei hochmoderne CNC-gesteuerte Bohr- und Fräswerke, ein Strahlhaus und ein Labor mit Spektrometer sowie Krananlagen. Darüber hinaus hat die Gießerei 2013 ihre Putzerei erweitert. „Damit haben wir den Standort Ratingen-Lintorf für steigende Markt- und Kundenanforderungen langfristig fit gemacht“, resümierte Wolfgang Schulz, ebenfalls Geschäftsführer der Lintorfer Eisengießerei GmbH.

www.lintorfereg.de


 


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