24.10.2014

© Verlag Stahleisen GmbH

Kinder legen Grundstein für neue Halle

Rund fünf Mio. Euro investiert die Gießerei Elsterberg bis 2016 in die Erweiterung ihrer Produktion. Anfang Oktober fand die Grundsteinlegung für einen Erweiterungsbau der Gießerei statt. Bei diesem symbolischen Akt waren Kinder die Hauptpersonen. Den Mädchen und Jungen im Vor- und Grundschulalter kam es zu, die in solchen Fällen übliche Hülse mit Zeitdokumenten, darunter eine aktuelle Ausgabe der „Freien Presse“ und ein nagelneuer Zehn-Euro-Schein, in den noch frischen Beton der Bodenplatte zu versenken.


„Wir planen die Investition schließlich für die Zukunft, also auch für unsere Kinder“, sagte Gießerei-Geschäftsführer Matthias Köhler. Im Unternehmen fertigen rund 75 Mitarbeiter im Schichtbetrieb Gussteile, beispielsweise für Pumpen, Elektromotoren, Getriebe und Kamine. Rund 5000 t Guss verlassen den Betrieb aus Sachsen jährlich. Mit wachsendem Erfolg, weshalb jetzt eine Erweiterung notwendig ist. Der zweigeschossige Hallenneubau kostet rund 1,7 Mio. Euro und soll Anfang nächsten Jahres bezugsfertig sein. Sein Zweck: Lagerhaltung sowie Versand, um in der bereits bestehenden Halle nebenan möglichst viel Platz zu schaffen und die Produktion ausbauen zu können. Dafür sollen in den kommenden zwei Jahren noch einmal weitere rund 3,3 Mio. Euro in die Hand genommen werden, etwa um neue Anlagen zu kaufen. Die Gieß- und Kühlstrecke werde erweitert und ein elektrischer Schmelzbetrieb aufgebaut, so Köhler: „Bisher nutzen wir nämlich noch Koks als Schmelzenergieträger.“ Die neue Technologie gestatte aber nicht nur eine Erweiterung der Produktpalette, sondern auch eine Verbesserung der Qualität in der einzigen Eisengießerei des Vogtlandkreises. Mit der Investition, mit der die Belegschaft um elf Mitarbeiter aufgestockt wird, gehen zudem verschiedene Umweltmaßnahmen einher. Nach Worten von Lars Beck, Wirtschaftsdezernent im Landkreis, sei es sicherlich einfacher, solch ein Projekt auf der Grünen Wiese auf den Weg zu bringen. Und Bürgermeister Volker Jenennchen bezeichnete es als „Glücksfall für Elsterberg“, dass der Betrieb eine solch gute Entwicklung genommen habe und jetzt sogar noch expandiere. Vor allem, nachdem vor gut fünf Jahren durch die Insolvenz des Elsterberger Viskosegarnherstellers Enka mehr als 300 Arbeitsplätze auf einen Schlag weggefallen seien. (Quelle: Thomas H. Stranz, Freie Presse Plauen vom 02.10.2014)


 


 


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