22.10.2013

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Hochmoderne Fertigung in Betrieb genommen

Die Eisenwerk Brühl GmbH, Brühl, hat am 13.09.2013 drei hochmoderne Fertigungszentren für Motorenteile in Betrieb genommen. Im Beisein der Eigentümerfamilien, von Kunden, Geschäftspartnern, von Gästen aus Politik und Behörden, Banken und Mitarbeitern des Eisenwerks wurden zwei Kernfertigungszentren und ein Bearbeitungszentrum in Betrieb genommen. Die Zentren sind Teil eines Investitionsprogramms zur Zukunftssicherung des Standortes mit Investitionen in 3-stelliger Millionenhöhe in den Jahren 2012 bis 2015. Sie dienen der Herstellung von gewichtsoptimierten Motorenteilen in Dünnwandtechnologie und sind gleichzeitig ein Kapazitätsausbau des Unternehmens.


Die Investitionen sind eine unabdingbare Voraussetzung für die Weiterentwicklung der Technologie- und Fertigungskompetenz des Unternehmens, um im globalen Wettbewerb weiterhin führend zu sein und vor allem die bestehenden Arbeitsplätze zu sichern.

Das Familienunternehmen ist ein führender Automobilzulieferer für modernste hochkomplexe Motorenteile der neuesten Generation mit einer 85-jährigen Familientradition. Es ist nach wie vor im Familienbesitz der Nachfahren des Firmengründers Georg Sandmann.

Das Eisenwerk Brühl produziert Motorenkomponenten für die Pkw-Industrie. Das Produktportfolio beinhaltet hauptsächlich Zylinderkurbelgehäuse für aktuelle und zukünftige Motorengenerationen aus gewichtsoptimierten Designs in Dünnwandtechnologie. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und Serienfertigung von Leichtbau-Zylinderkurbelgehäusen spezialisiert.

Die Eisengießerei stellt heute mit 1620 Mitarbeitern und einem Umsatz von 280 Mio. Euro rund 4,4 Mio. Kurbelgehäuse her. Mit den Neuinvestitionen wächst die Kapazität auf 5,4 Mio. Zylinderkurbelgehäuse neuester Bauart und Komplexität. Der jährliche Umsatz steigert sich auf über 330 Mio. Euro in den nächsten 4 Jahren.

Eine der drei in Betrieb genommenen Anlagen ist das Kernfertigungszentrum CBL 800, ein teilautomatisches und flexibles Kernherstellungszentrum für 350 000 Stück zusätzliche Motorenteile. Hier werden 30 Mitarbeiter im 3-Schichtbetrieb arbeiten und Kerne für Zylinderkurbelgehäuse verschiedener Motorentypen herstellen. Das Zentrum besteht aus fünf Kernschießmaschinen mit automatisierter Montage.

Das Kernfertigungszentrum CBL 400 ist ein vollautomatisiertes Kernfertigungszentrum für 650 000 Motorblöcke. Hier arbeiten 39 hochqualifizierte Mitarbeiter an fünf Kernschießmaschinen und einer vollautomatisierten Kernmontagelinie mit 31 Robotern. Jede der 15 Einzelkomponenten einer Gießform für einen Motorblock wird mit einem optischen Messsystem vor dem Zusammenbau der kompletten Gießform fotografiert, geprüft und nach i. O.-Befund dokumentiert und der Verwendung zugeführt. Schlechte Bauteile gelangen erst gar nicht in die Produktion bzw. zum Kunden. Hiermit wird das höchste Qualitätsziel einer „0“ Fehlerstrategie erreicht. Die CBL 400 Linie stellt alle 23 s eine komplette Gießform für ein Euro 6-Zylinderkurbelgehäuse der neuesten gewichtsoptimierten 4 Zylinder Motorengeneration her.

Die Bearbeitungslinie PL1a ist eine Bearbeitungslinie für die Zylinderkurbelgehäuse aus dem neuen Kernfertigungszentrum CBL 400. Hier arbeiten in Zukunft 24 Mitarbeiter im 3-Schichtsystem. Es werden die 4-Zylinder-Euro 6-Zylinderkurbelgehäuse entsandet, vom Gießsystem befreit, bearbeitet und mit modernster Strahl- und Sauberkeitstechnologie gereinigt. Diese Bearbeitungs- und Reinigungstechnologie wurde im Eisenwerk Brühl neu entwickelt und gewährleistet die höchste Bauteilsauberkeit der empfindlichen Zylinderkurbelgehäuse in Dünnwandtechnologie.

Die genannten Investitionen stärken die Entwicklungs- und Fertigungskompetenzen des Unternehmens in der Zukunft. Sie gewährleisten einen Kapazitätsausbau von 4,4 Mio. auf 5,4 Mio. Zylinderkurbelgehäuse in modernster Dünnwandtechnologie. Das Eisenwerk wird diese Technologie unter seiner Führung auch in Asien etablieren, um eine globale Wachstumsstrategie seines Hauptkunden zu unterstützen.

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