22.05.2014

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Hannover Messe: Mit süßem Guss das Gießen erklären

 An den fünf Messetagen vom 7.-11. April 2014 war die Hannover Messe auch in diesem Jahr mit über 180 000 Besuchern ähnlich erfolgreich wie im Jahr 2012. Unter dem Motto „Integrated Industry“ wurde dem Thema intelligente Vernetzung in der Industrie der Fokus gewidmet. Das diesjährige Partnerland Niederlande war mit 250 Unternehmen vertreten – ein neuer Rekord. Auch der Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie (BDG) war erneut mit dem Gemeinschaftsstand „gegossene Technik“ auf der Messe dabei. Zusammen mit seinen Mitgliedsunternehmen zeigte der BDG den Besuchern High-Tech in Guss. Im Zentrum des Gemeinschaftsstandes waren neun technisch hochinteressante Gussstücke ausgestellt, die die Blicke der Fachbesucher auf sich zogen.


Zu sehen waren u. a. ein gewaltiges Steuergetriebegehäuse für einen Schiffsantrieb, gefertigt von den Schonlau-Werken, Geseke, sowie ein Achsschenkel für Landmaschinen von CLAAS GUSS, Bielefeld.

Auch das Institut für Gießereitechnik (IfG ) war mit einem eigenen Stand in Blickweite zum Gemeinschaftsstand „Gegossene Technik“ auf der Hannover Messe vertreten. Umgeben von zahlreichen Gussstücken stellten die Mitarbeiter des IfG das Dienstleistungsangebot ihres Hauses anschaulich vor. Hervorgehoben wurde, dass bei technologischer Beratung, z. B. bei Qualitätsverbesserungen oder Prozessoptimierung, kein Weg an dem deutschen Brancheninstitut vorbeiführt. Auch für gießereispezifische Lösungen im Umwelt- und Arbeitsschutz und im Bereich der Energieeffizienz ist das IfG erster Ansprechpartner. Erfolgreiche Dienstleistungen wie das Rapid Prototyping und allgemein entwicklungsintensive Projekte sollen in enger Zusammenarbeit mit der Gießerei-Industrie weiter ausgebaut werden.

Die BDG-Nachwuchsinitiative Powerguss war bereits zum zweiten Mal mit von der Partie in Hannover. In Zusammenarbeit mit der Initiative für Techniknachwuchs in Deutschland, Tec-2-You, veranstaltete das Powerguss-Team ein interessantes Programm für Schüler: Ganze Schulklassen kamen an den Stand und ließen sich auf leckere Art und Weise vorführen, wie das Gießen funktioniert. Denn statt Metall zu gießen, wurden am Stand Fruchtgummis von Hand hergestellt. Das Verfahren ähnelt sehr dem Sandgießen: Geschmolzen wurden die benötigten Zutaten auf einer Induktionsherdplatte, dann wurden Gelatine und Zucker-Sirupmasse zu einer „Legierung“ zusammengemischt. Die Form wurde aus Speisestärke hergestellt – bei der richtigen Temperatur erfolgte dann der Abguss. Anschließend wurden die „Gusstücke“ dann noch entformt und geputzt. Nach dem Probieren der Fruchtgummis folgte noch eine Führung über die Ausstellung, auf der die Powerguss-Mitarbeiter jede Menge Fragen der Schülerinnen und Schüler beantworteten.

Doch nicht nur Schulklassen ließen sich das Verfahren Gießen auf diese Weise erläutern, sondern auch Fachbesucher aus gießereifernen Branchen und Studenten aller Fachrichtungen. Die Powerguss-Aktion erntete dabei großes Lob.

Der nächste Termin für Powerguss steht bereits fest: der Deutsche Gießereitag in Hamburg am 15. und 16. Mai 2014. Dann wird nicht mehr mit selbstgemachten Fruchtgummis für eine Karriere in der Gießereibranche geworben, sondern mit der brandneuen zweiten Ausgabe des YOUCAST-Magazins.

www.bdguss.de


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