07.05.2014

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Großinvestition in moderne Eisengießerei

Gute Laune und große Zuversicht prägten den offiziellen Spatenstich zum Neubau der Kurtz Eisengießerei „Smart Foundry 200" in Hasloch im Februar 2014. In den nächsten Monaten entsteht in direkter Nähe der alten Hammerschmiede (Eisenhammer), die als Wurzel des Kurtz Ersa Konzerns gilt, eine Gießerei nach modernsten Kriterien und Umweltgesichtspunkten. Mit rund 10 Mio. Euro Investitionsvolumen ist das Projekt dem Konzern zufolge die größte Investitionsherausforderung in der 235-jährigen Geschichte des mittelständischen Familienunternehmens.


„Für die Eisengießerei Kurtz ist heute ein historischer Moment!" begann Dipl.-Ing. Rainer Kurtz, Geschäftsführender Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung des Kurtz Ersa-Konzerns, seine Ansprache zum Spatenstich auf dem Werksgelände von Kurtz in Hasloch.

Die Eisengießerei wurde im Jahr 1852 von Philipp Kurtz gegründet, der dazu von den Wertheimer Landherren ein Stück der „Heiligen Wiesen", wie diese Aue seinerzeit hieß, erwarb. Die Eisengießerei war erfolgreich, wurde bald erweitert und konnte sich dadurch halten – anders als viele andere Hammerschmieden zur damaligen Zeit im Spessart. Kurtz bezeichnete die Gießerei in seiner Rede als Keimzelle für den heutigen Maschinenbau, der sich bis 1984 ebenfalls am Standort in Hasloch befand. Sie verkörpere damit Kernkompetenz wie kein anderer Geschäftszweig von Kurtz Ersa, fuhr Kurtz fort.

Da die Situation für Eisengießereien in Deutschland jedoch seit Jahren ungünstig sei, habe sich die Frage nach der zukünftigen Erfolgsstrategie für diesen Geschäftsbereich gestellt. Mit der Entscheidung für „dieses Bauwerk" habe man sich sehr schwer getan und in einem sorgfältig durchgeführten Entscheidungsprozess Chancen und Risiken einer Neuausrichtung abgewogen. Die Entscheidung von Management, Beirat und Gesellschaftern im Jahr 2012 für das Projekt „Smart Foundry 200" und damit für ein völlig neues Gießereikonzept, war die einzige Möglichkeit, die Arbeitsplätze der Gießerei und damit die Erwerbsmöglichkeit für viele Familien in der Region dauerhaft zu sichern. „Wir glauben an den deutschen Maschinenbau als Hauptabnehmerkreis unserer Gusserzeugnisse" zeigte sich Rainer Kurtz zuversichtlich und erklärte weiter: „Nach der Fertigstellung wird diese Gießerei eine der modernsten Handformgießereien der Welt sein!"

Die Eröffnung der neuen Gießerei ist für das 2. Halbjahr 2014 geplant. Das neue Werk bietet dann das Potenzial für eine Jahreskapazität von 20 000 t „guten Guss", die in der zweiten Ausbaustufe auf 25 000 t pro Jahr erweitert werden kann. Beste Voraussetzungen für diesen Geschäftsbereich, um zukünftig ähnlich gute Ergebnisse zu erwirtschaften, wie dies in den erfolgreichen Kurtz Ersa-Businesssegmenten „Moulding Machines" und „Electronics Production Equipment" der Fall ist. In diesen beiden Maschinenbaubereichen ist Kurtz Ersa weltweit erfolgreich mit Schaumstoff- und Gießereimaschinen, sowie Lötmaschinen und -systemen.

In allen drei Business-Segmenten erreichte der Kurtz Ersa Konzern 2013 einen Gesamtumsatz von 171 Mio. Euro.

www.kurtzersa.com


 


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