31/03/2015

© Verlag Stahleisen GmbH

Gießtechnisch anspruchsvolle Lagerschilde

Zurzeit wird am Dresdner VEM-Standort ein neuartiger Fahrmotor für Niederflurstraßenbahnen konstruiert. Der Motor ist zwischen zwei Getrieben angeordnet, zu denen er jeweils einen Abtrieb hat. Die Verbindungen zwischen den Getrieben und dem Motorständer werden über zwei verschiedene Lagerschilde realisiert, die in der Keulahütte in Krauschwitz gegossen werden. Zu den Funktionen der Lagerschilde gehören die Aufnahme des Drehmoments und der Lagerungen sowie das Führen der Kühlluft. Die Geometrie dieser neuartigen Lagerschilde ist gießtechnisch sehr anspruchsvoll. Beide Lagerschilde mit Gussmassen von 27 kg bzw. 47 kg werden im Werkstoff EN-GJS-400-18-LT auf der Formanlage im Luftimpulsverfahren geformt.


 


 


 


 


Um im Vorfeld mögliche Fehlstellen der Gussteile auszuschließen, ist eine Simulation mit dem neuen Simulationsprogramm der Keulahütte unbedingt notwendig. Bei diesem Prozess wurde das Erstarrungsverhalten analysiert. Zugleich konnten eventuelle Fehlstellen durch entsprechende Auslegung des Speisersystems – ausgelegt für ein Modell auf einer halben Modellplatte – beseitigt werden. Dank der Simulation und einer Abstimmung zwischen der Arbeitsvorbereitung der Keulahütte, dem Modellbauer aus Chemnitz und der Konstruktionsabteilung im VEM Sachsenwerk wurde die Geometrie beider Lagerschilde gießtechnisch optimiert. Daraus resultiert eine schnellere, fehlerfreie Fertigung der Erstmuster.

www.keulahuettekrauschwitz.de


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