02.12.2014

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Feuer und Flamme seit 50 Jahren

Jubiläum im Mercedes-Benz Werk Mannheim: Am Beginn der Motorenfertigung steht die werkseigene Gießerei. Seit 50 Jahren wird in der dort Eisen geschmolzen und zu Zylinderköpfen, Kurbelgehäusen und Hinterachsbrücken verarbeitet. Jeder Motor, der das Werk verlässt, hat hier seinen Ursprung. Andreas Moch, Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Mannheim: „Die Geschichte des Standorts ist eng mit der Geschichte der Gießerei verknüpft. Unsere Kompetenz in der Gussfertigung ist einzigartig und neben unserer Motorenkompetenz und unseren hochqualifizierten Mitarbeitern der Schlüssel unseres Erfolgs.“


1964 wurde die „neue“ Gießerei  in Betrieb genommen. Die Gießerei wurde für eine Kapazität von 35 000 t ausgerichtet. Rund 1400 Mitarbeiter waren hier zunächst auf einer Fläche von 42 000 m² für die Gussproduktion von Zylinderköpfen und Kurbelgehäusen zuständig. 1990 wurde mit der Produktion der einteiligen Hinterachsbrücke begonnen; damit war die Basis für eine  neue Werkstoffgeneration geschaffen. Heute wird in vier Öfen bei Temperaturen von durchschnittlich 1500 °C das Eisen für die Herstellung von Zylinderköpfen,  Kurbelgehäusen und Hinterachsbrücken geschmolzen. Rund 700 Mitarbeiter fertigen in der „neuen“ Gießerei  auf rund 64 000 m² jährlich über 100 000 t  Nutzfahrzeuggussteile in allen Werkstoffklassen. Motoren mit Kurbelgehäusen und Zylinderköpfen aus Mannheim finden weltweit Verwendung in Daimler-Nutzfahrzeugen der Marken Mercedes-Benz, Setra, Freightliner, Fuso und Bharat-Benz. 

Heinz Trzmiel, Leiter Gießerei Mercedes-Benz Werk Mannheim: „Unsere Mannschaft fertigt nach höchstem technologischen Standard. Wir liefern Präzisionsarbeit vom ersten Arbeitsschritt bis zum fertigen Zylinderkopf, Kurbelgehäuse und zur Hinterachsbrücke.“

Die Herstellung der Werkstoffe aus Gusseisen mit Lamellengrafit ist ein hochspezialisierter Vorgang. Die Gussherstell- und Behandlungsverfahren sind zum Teil patentiert und entsprechen modernsten technologischen Ansprüchen und höchsten Qualitätsanforderungen. Für die neue Euro VI-Motorengeneration wurden eigene Werkstoffe entwickelt, die exklusiv in den Schmelzöfen des Werks entstehen und deren Rezepturen streng geheim sind. Sie zeichnen sich zum Beispiel durch eine extreme Wärmeleitfähigkeit und Festigkeit aus.

Die erste Gießerei entstand bereits 1909 auf dem Werksgelände auf dem Waldhof. Schon früh fiel die Entscheidung zur Fertigung hochwertiger, komplexer Gussteile in Eigenregie. Durch die zunehmende Mechanisierung und die damit verbundene Erhöhung der Stückzahlen, stieß man bereits in den 1960er-Jahren an die Kapazitätsgrenzen der alten Gießerei. In den Jahren 1960 bis 1964 erfolgte daher die Planung und der Neubau im Ostwerk.

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