10.11.2014

© Verlag Stahleisen GmbH

Berufsschullehrerfortbildung in der Gießerei

Im ostfriesischen Leda Werk stand vom 28. bis 30. September alles im Zeichen der Fort- und Weiterbildung. In der dreitägigen Veranstaltung des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) informierte das traditionsreiche Unternehmen nahezu alle deutschen Berufsschullehrer umfassend im Ofen- und Luftheizungsbau. Zudem konnten die Teilnehmer auch einen einmaligen Blick hinter die Kulissen des Werkes werfen.

 


Themenschwerpunkte der Fortbildung waren neben der Mustermeisterprüfung die Lüftungstechnik – Inhalte und Zweck der DIN 1946-6 – sowie der Nachweis zur Einhaltung der Ersten Bundesimmissionsschutz-Verordnung, die für kleine und mittlere Feuerungsanlagen Emissionsgrenzwerte für Feinstaub sowie Kohlenmonoxid (CO) festsetzt. Zusätzlich wurden die Lehrer in den technischen Regeln für den Ofen- und Luftheizungsbau – kurz TROL – geschult. Die TROL ist das baurechtlich anerkannte Regelwerk für die handwerkliche Ausführung von u.a. Kachelöfen, Kaminen, Herden, Backöfen und somit einer der Hauptlehrinhalte in der Berufs- und Meisterausbildung in diesem Bereich.

Ein weiterer Punkt auf dem Lehrplan war der hydraulische Abgleich. Hier geht es um das Anpassen der einzelnen Drücke und Teilströmungen in dem Rohrleitungssystem einer Zentralheizung. Denn fehlender oder schlecht eingestellter hydraulischer Abgleich führt zu erhöhtem Energieverbrauch, zu erhöhten Strömungsgeräuschen und sogar zu ungleich versorgten Heizkörpern. Das bedeutet für den Verbraucher, dass zur Wärmequelle näherstehende Heizkörper oft zu heiß werden, während weit entferntere Räume kalt bleiben. Bei einem optimal eingestellten hydraulischen Abgleich wird die Wärme dagegen im Haus gleichmäßig verteilt und effizient genutzt.

Bei dieser Gelegenheit konnten die Teilnehmer auch die Produktion der hochwertigen Heizgeräte von Leda besichtigen. Beginnend bei der Entwicklung und Prüfung, über das Gießen der Gussteile und die Weiterbearbeitung bis zur Montage und dem Versand konnten alle Stufen der Fertigungskette in Leer eingesehen werden.

Großes Interesse zeigten die Lehrer an der Mess- und Prüfungstechnik der Werksprüfstelle. Neben den Produktprüfungen im Hinblick auf Emissionsgrenzwerte und Normvorgaben konnten die Teilnehmer vieles über die teilweise aufwändige und komplizierte Messmethodik, die Prüfungs- und Messvorgaben durch die entsprechenden Produktnormen sowie die tägliche Arbeit bei der Geräteprüfung aus erster Hand erfahren. Gerade diese Details wurden von den Besuchern als hochinformativ und wichtig für ein wesentliches besseres Verständnis der technischen, normativen und baurechtlichen Zusammenhänge beschrieben. Währenddessen konnten gleich mehrere Feuerstätten auf den einzelnen Prüfständen in Augenschein genommen und ein praktischer Eindruck gewonnen werden.

www.leda.de.



 


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