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Gießereispeziallabor ego.-Inkubator in Magdeburg

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Gießereispeziallabor ego.-Inkubator in Magdeburg

24.04.2012

Die Wissenschafts- und Wirtschaftsministerin von Sachsen-Anhalt Prof. Birgitta Wolff hat den landesweit ersten ego.-Inkubator an der Magdeburger Otto-von-Guericke-Universität (OVGU) offiziell eingeweiht. In der neuen gründerorientierten Infrastruktur der Fakultät für Maschinenbau können Studenten, Absolventen und wissenschaftliche Mitarbeiter den Fertigungszyklus eines Gussstückes praxisorientiert nachvollziehen und innovative Geschäftsideen entwickeln bzw. erproben.

Ziel ist es, Unternehmensgründungen zu fördern und deren Erfolgsaussichten zu verbessern. Der Aufbau der kompletten Prozesskette zur Herstellung von Gussstücken wurde mit 331 500 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Gefördert in der Exzellenzgründungsoffensive Sachsen-Anhalts, bietet diese neue gründungsorientierte Infrastruktur Studierenden, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie Absolventinnen und Absolventen der OVGU die Möglichkeit, innovative Geschäftsideen in einem praxisnahen Umfeld zu entwickeln und zu erproben. Der am Institut für Fertigungstechnik und Qualitätssicherung der OVGU neueingerichtete ego.-Inkubator dient der innovativen Gussteilentwicklung.


Mit dem ego.-Inkubator durch schnelle Erzeugung von Gussteilen zur innovativen Existenzgründung so die Idee der auf Initiative von Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Bähr eingerichteten Versuchs- und Pilotanlage zur Gussteilentwicklung. Wie in einem Brutkasten (Inkubator) sollen in geschützter Atmosphäre Gründungsideen heranwachsen. Hier kann der Aufbau zukunftsweisender Prozessketten und Verfahrensabläufe zur Herstellung neuartiger Gussteile für die Automobilbranche, die Medizintechnik, die Archäologie oder die Kunst simuliert werden. Aus den Fördermitteln wurden ein 3-D-Scanner, eine 3-D-Rapid-Prototyping-Anlage und ein Formstoffdrucker angeschafft. Sie ergänzen die am Uni-Institut bereits vorhandenen Möglichkeiten zur Konstruktion, Simulation sowie zum Fein- und Schwerkraftgießen. Durch kleintechnische Versuche und Tests der Prozessketten sowie die Erprobung modernster Verfahren haben die Nutzer des ego.-Inkubators die Möglichkeit zur Herstellung von Gussteilprototypen und -kleinserien. So können sie überprüfen, ob ihre Geschäftsidee später zu einer Unternehmensgründung führen kann. Dabei werden die akademischen Unternehmensgründer technologisch vom Institut für Fertigungstechnik und Qualitätssicherung betreut. Wie die berufliche Selbstständigkeit auf eine solide ökonomische Basis zu stellen ist, dazu berät die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der OVGU die Start-ups. Dass die OVGU ihre Studenten auf dem Weg zum eigenen Unternehmen in besonderer Weise begleitet, belegt das in der vergangenen Woche veröffentlichte Ranking Vom Studenten zum Unternehmer: Welche Universität bietet die besten Chancen?. In der Studie der Universität München und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie erreichte die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg in der Gesamtrangliste die Top Ten. Verglichen wurden die Angebote in der akademischen Gründungslehre und die Unterstützung angehender Unternehmensgründer an 63 deutschen Universitäten. Der Anteil innovativer Gründungen bei uns im Land ist vergleichsweise gering. Durch die Förderung der ego.-Inkubatoren wollen wir Gründungen dort stimulieren, wo das Schaffen neuen Wissens die Entstehung von Innovationen begünstigt, betonte die Ministerin. So solle die neue Gründer-Infrastruktur zu einer Keimzelle für innovative Ausgründungen aus den Hochschulen werden. Wolff: Davon brauchen wir in den kommenden Jahren deutlich mehr, weil Gründungen aus der Wissenschaft rund siebenmal mehr Arbeitsplätze schaffen als herkömmliche Gründungen, aber bislang deutschlandweit nur 3 % am Gesamtgründungsgeschehen ausmachen. Deshalb wollen wir mit dem Förderprogramm das Interesse für akademische Unternehmensgründungen steigern und dazu beitragen, dass unternehmerisches Denken einen wichtigeren Platz in der heimischen Wissenschaftslandschaft einnimmt.

www.ifq.ovgu.de

 

 

 

 

 

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